Die römisch-katholische Kirche hat sich in den letzten Jahrhunderten nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Blutige Kreuzzüge, die Inquisition, Hexenverbrennungen, sexueller Mißbrauch der ihr anvertrauten Schutzbefohlenen und einiges mehr zeugen nicht gerade von christlichen Werten. Und ihr Verhalten im 2. Weltkrieg ist äußerst zweifelhaft. Hier stand man mehr den Verbrechern als jenen zur Seite, die die Hilfe der römisch-katholischen Kirche bitter nötig hatten.
Philippe Sands ist Anwalt und Professor für Internationales Recht und Direktor des Centre for International Courts and Tribunals am University College London. Seine große Leidenschaft ist der Einsatz für humanitäre Ziele und Völkerrecht.
"Die Rattenlinie" handelt vom ehemaligen SS-Offizier Otto Wächter. Er stirbt 1949 im Vatikan, kurz bevor er sich über die als "Rattenlinie" bekannte Fluchtroute nach Argentinien absetzen kann.
Nach dem Treffen mit dessen Sohn Horst beginnt Philippe Sands mit seinen Ermittlungen. Horst behauptet nämlich, dass sein Vater vergiftet worden sei. Es gelingt Philippe Sands, anhand von privaten Briefen und Tagebucheintragungen, ein intimes und verstörendes Porträt von Otto Wächter zu verfassen.
Stephen Fry schrieb: "Eine fesselnde Reise durch die Zeit und ein Porträt des Bösen in all seiner Komplexität, Banalität und Selbstgerechtigkeit."
"Die Rattenlinie" ist seit heute in meiner Bibliothek.
Hold fast!

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