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Montag, 18. August 2014

Unser Sommerurlaub 2014

Sizilien, von Kalabrien aus gesehen, Foto: MacScherli
Capo Vaticano. Laut unserem Reiseführer (Dumont) und der netten Dame am Check-In (Airport Salzburg) die schönste Ecke Kalabriens. Oh mein Gott, in welchem Zustand ist dann der Rest von Kalabrien? Die Straßen in einem erbärmlichen Zustand. Schlechter Asphalt und zugemüllt. Und was man nicht mehr braucht, wird einfach abgefackelt. Bau(stellen)ruinen wohin das Auge reicht. Die Häuser, welche fertig gebaut sind, auch bemitleidenswert. Der Supermarkt von Capo Vaticano so groß wie eine brasilianische Favela. Und in einem ähnlichen Zustand. Einen Wagen zu mieten, haben wir uns erspart. Was sollten wir uns ansehen?
Hotel Marinella, Foto: MacScherli
Unser Hotel, ein netter Familienbetrieb. Die Zimmer sauber, das Essen sehr gut. Das Personal, nett und bemüht. Kleiner Nachteil unseres Hotels: Die Lage direkt an der Zufahrtsstraße zum Strand. Apropos Strand: Überall liest man vom berühmten weißen Sandstrand. Der war zwar sandig, aber von weiß weit und breit keine Rede. Hatte eher was vom "Hausmeisterstrand" an der Adria. Keine 15 Reihen, aber 7 waren es auch  hier. Von einem "hoteleigenem Strand" laut Prospekt (fti) waren wir weit entfernt. Einige Liegen am öffentlichen Strand gehörten zu unserem Hotel. Mehr nicht. Wie gesagt, öffentlicher Strand. Ergo war dieser ziemlich gut besucht. Um nicht das Wort "überlaufen" in den Mund zu nehmen. Das Meer war dafür 1A!! Angenehm frisch, klar, ein Wahnsinn!!

Und dann wären wir schon beim "Hauptübel". Der italienische Gast. Zum 15. August hin, dem "Ferragosto", einem, der höchsten Feiertage in Italien (http://de.wikipedia.org/wiki/Ferragosto), immer lauter werdend. Gefährlich brodelnd, wie die Vulkane der Umgebung. Männlich. Angesiedelt zwischen "nahtlos tief die Bräune, sportlich die Figur" (Fendrich) und "schiebt den Wal zurück ins Meer" (Tote Hosen). Mit den Händen redend. Dauertelefonierer. Meist verheiratet mit doch hübschen Frauen. Diese haben durchschnittlich zwei Kinder an der Backe und sind schon wieder kugelrund. "Gebärmaschinen" ähnlich. Die Kinder? Ohne Erziehung und ihren Willen mit viel Geplärre durchsetzend. Aber he, was soll´s. In Italien geht eben alles über die "famiglia". Und da wären noch die älteren Herren. Deren inneren Werte sie für die halb so alte Damenwelt an ihrer Seite attraktiv machen. Ein Schelm, der jetzt nur an die Brieftaschen besagter Herren denkt.

Capo Vaticano. Kalabrien. Wie gesagt, immer eine Reise wert!

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