Donnerstag, 8. September 2022

FJV 2022 - Tag V

Am Vorabend begeisterte uns Rudi mit einer Idee. "Ab nach Grado, dort mit einem Bootstaxi in die Lagune. Auf einer kleinen Insel in einem Fischlokal essen. Wäre das was für Euch?". Ja, es war was für uns.
 
Über die Fahrt von Ravascletto nach Grado will ich nur wenige Worte verlieren. Gerade Straßen, flach. Hin und wieder ein Kreisverkehr. So sah unser Programm für die nächsten 2 Stunden aus. Ihr wisst ja, die Italiener können alles...nur nicht...
 
Meine Fahrt wurde dadurch versüsst, dass ich mit Rudi´s Multistrada V4 fahren durfte.
Verdammt, auf irgendeine Art und Weise bin ich jetzt mit dem "Multi-Virus" verseucht.
 
Quelle: Ducati 
 
 Lydia & Stephan erreichten vor uns Grado. Weil im Bus und mit diesem auf der Autostrada. Stephan parkte den Bus auf der gegenüberliegenden Seite des Liegeplatzes unseres Bootstaxis. Im Bus verstauten wir unsere Motorradklamotten. Dies sollte noch eine spaßige Episode nach sich ziehen.

Alle Fotos: MacScherli

Pünktlich um 13 Uhr legte unser Boot ab.
 
Alle Fotos: MacScherli
 
 Nach 45 Minuten (+/-) erreichten wir die Insel Portobuso, wo wir in der Trattoria "Ai Ciodi" ein ausgezeichnetes Mal zu uns nahmen. Rudi hatte nicht zu viel versprochen. 👍

Alle Fotos: MacScherli

Nach 16 Uhr fuhren wir mit Andrea wieder zurück nach Grado.

Alle Fotos: MacScherli

Und jetzt wird´s spaßig. "Couchpotato", wie ich einer bin, wollte ich mir den "Hatsch" durch den alten Hafen Grado´s ersparen. Ich setzte mich auf meine Monster und fuhr - ohne Helm - zum Bus von Stephan. "Was soll auf den paar Metern schon Großartiges passieren?".

Cirka 50 Meter vor dem erhofften Ziel, brüllte mich von links wer an. Zuerst glaubte ich, ich hätte einen Radfahrer "geschnitten". Es war zwar ein Radfahrer, allerdings einer der "Polizia Locale". 

Hier die deutsch-italienisch-englische Unterhaltung:
 
Polizist: Hey, dov' è il tuo casco (= Helm)?
Ich (in Richtung Bus zeigend): In the bus over there.
Polizist: Your papers, deine Papiere, hey?
Ich: In the backpack of my friend. Wait 3 minutes. He is coming soon.
Polizist: No casco, no driving.
Ich: It´s okay for me.
Polizist nochmals: No casco, no driving. A piedi (= zu Fuß), per favore.
Ich: Yes, Sir.

Ab diesem Zeitpunkt schob ich meine Monster. Und der nette Polizist, welcher mir für diese Aktion keine Strafe verpasste, begleitete mich auf seinem Bike. Neben mir fahrend. Bis zum Bus, wo ich dann die Monster abstellte. Das war okay für den Herrn "Inspekta". Er wies noch einmal auf das "no casco, no driving" hin und zog von dannen. Stephan meinte, ich sei ab dem heutigen Tag erpreßbar.

Mein italienischer "Lieblings-Kiberer" blieb aber in der Nähe und beobachtete mich weiter. Bis wir uns anzogen, von Tina, Rudi und Bernhard - unsere Lieblings-Kärntner fuhren gleich nach Hause - Abschied nahmen und uns auf den Rückweg nach Ravascletto machten. Lydia & Stephan im Bus auf der Autostrada. Daniel, Werner und ich mit unseren Zweirädern auf der Bundesstraße.

So langweilig die Fahrt nach Grado war, die Rückfahrt war nicht viel besser. Ich fand leider die Umfahrung von Udine nicht. Deshalb mussten wir zur besten Rush-Hour durch die Stadt.

Der letzte Abend im Hotel Bellavista.

Quelle: MacScherli

Wenn Ihr glaubt, das war es jetzt mit der Exekutive, dann wartet unsere Heimfahrt ab.

Hold fast!

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